nun gibt es den versprochenen Schweden Post.
Und zwar fing alles damit an, dass meine Eltern ein Ferienhaus in Schweden haben. Da ich aus einer Großfamilie komme (Achtung, ich bin die älteste von 12 Kindern) sind wir jede Sommerferien zu unserem Haus nach Schweden gefahren...ist ja auch die günstigste Urlaubsart mit einer Großfamilie :)
Da ich, seit ich denken kann jede Ferien in Schweden war, kam mir schon recht früh der Gedanke, irgendwann auszuwandern.
Nach der 10 Klasse versuchte ich mein Glück mit einem Stipendium aber ich wurde nur Zweite und ganz ohne konnte ich mir das damals nicht leisten.
Also wartete ich bis nach dem Abitur, das war 2012. Ich fing an mir im Internet eine Gastfamilie zu suchen und wurde auch schnell fündig, wir verstanden uns super und Skypten oft.
Ich werde nie den Tag vergessen als ich mich hier am Banhof von meinen Freunden und Familie verabschieden musste. Alle waren gekommen und ich konnte die Tränen nicht mehr zurück halten. Bei solchen Dingen bin ich zu nah am Wasser gebaut. Ich heulte bis Kopenhagen durch..Und je näher ich meinem neuen zu hause kam, um so aufgeregter wurde ich.
Mir gingen alle Ängste durch den Kopf die man sich nur machen kann. Ich hatte mir mein komplettes Auslandsjahr selber organisiert und es hätte ja auch was schief laufen können.
Am Ende war natürlich alles gut und meine Gastfamilie empfing mich wirklich herzlich am Banhof.
Meine Gastfamilie bestand aus meinen Gateltern und drei Kindern. (4 Jahre, 2 Jahre und 4 Monate alt) Also noch ganz kleine Kinder.
Ich bekam ein wirklich tolles Zimmer und lebte mich schnell ein. Mein Gastvater meldete mich sogar an der örtlichen Uni an, damit ich junge Leute in meinem alter kennen lernen würde.
Die Uni organisierte oft Ausflüge und Fahrten, so reiste ich wirklich viel herum.
Einmal die Woche hatte ich einen Schwedischkurs richtig für Einwanderer, so lerne ich schnell und viel. Und wenn man erst mal im Land ist und jeden Tag Schwedisch hört, dann lernt man es wirklich zügig.
Ich muss zugeben, dass ich anfangs alles auf englisch gemacht habe. (Die Schweden können ja auch alle super englisch, da kommt man sich echt schlecht vor) Aber nach drei vier Monaten habe ich gesagt, egal wie schlecht mein schwedisch ist, ich spreche jetzt nur noch schwedisch...und es hat funktioniert.
Jetzt wollt ihr bestimmt noch wissen was meine täglichen Aufgaben waren.
In der Woche musste ich um 5:40 Uhr aufstehen, dann musste ich die Kinder wecken, anziehen, Frühstück machen, Zähneputzen und dann mit dem Fahrrad zum Kindergarten. Ja, mit allen drei Kindern musste ich jeden Tag Fahrrad fahren, danach war ich sowas von durchtrainiert :-) Dann natürlich wieder Abholen, Essen machen und ins Bett bringen und viel, viel Spielen.
Komischerweise hatte ich kein Heimweh, okay ich habe meinen Freund sehr serh vermisst und für mich ist es auch der Größte Liebesbeweis, dass er ein Jahr auf mich gewartet hat.
Er hat mich ca. 3 mal besucht. Was jetzt für ein Jahr nicht viel ist. Aber wir haben es geschafft.
Wenn ich jetzt zurück schaue, (seit fünf Monaten bin ich wieder in Deutschland) habe ich so viel über mich gelernt, Erfahrungen gemacht, neue Leute kennengelernt und eine zweite Familie dazu gewonnen, dass ich sagen muss: es war (bis jetzt) das schönste Jahr in meinem Leben.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, geht ins Ausland!
Jetzt habe ich noch eine Menge Bilder, es ist so schwer die schönsten raus zu suchen...da sich so viele angesammet haben. Aber einen Einblick bekommt Ihr.
Das ist in "gamla stan" auf deutsch Altstadt in Stockholm. Eine wirklich wunderschöne Stadt.
Das ist eine typische "fika" das bedeutet Kaffee trinken. Das machen die Schweden immer und überall. Als deutscher hört sich das Wort erst mal sehr interessant an. Diese fika gab es in Kopenhagen nach einer Stadrundfahrt.
Dies Willkommensschild hängt an der stuga ( Fehrienhaus) meiner Gastfamilie und ich finde es total süß. Solche Schilder findet man an vielen Häuschen.
Ich habe zwar schon viele Elche in Freiheit gesehen aber für die Austauschstudenten die ich kennengelernt habe war es das größte in den örtlichen Tierpark zu fahren und Elche an zu schauen.
Hier ist ein besonders größer Elch :) Ich finde das sind wirklich spannende Tiere.
Die nächste größere Stadt, ca 1 Stunde von meiner Gastfamilie entfernt, war Malmö. Auch eine schöne Stadt. Sie zählt mit zu den drei größten Städten Schwedens. Für deutsch Verhältnisse kann man da nur drüber lächeln.
Jetzt kommt ein super duper Bild von mir beim Lunderlpoppet in Lund. Ich habe leider ein paar Kilo zugenommen ( ich denke das ist normal im Ausland) und da musste ich mal wieder laufen gehen und habe gleich bei einem 10 km lauf mit gemacht.
Dies ist der Badesee bei dem Ferienhaus meiner Eltern. Während meines Auslandjahres war ich auch sehr oft bei unserem Haus, da es mitten im Wald ist und einfach so wunderschön dort ist..man hört keine Geräusche und kann sehr gut abschalten vom Alltag.
Ich habe den Weihnachtsmann in Finnland getroffen, ich wusste das es ihn gibt :)
Mit der Uni habe ich einen Ausflug für 5 Tage nach Stockholm gemacht und dann noch 3 Tage mit dem Schiff nach Helsiki ( Finnland)
Ich finde das ist ein wirklich schönes Bild. Das war auf der Insel Öland an einer Ruine.
Kopenhagen am "nyhavn" in Dänemark. Ich liebe die kleinen bunten Holzhäuser. Ich möchte später auch so eins haben.
Diese Brücke war ganz in der nähe meiner Gastfamilie. Ich hatte extra darauf geachtet nicht weit vom Meer zu wohnen :)
Hier war ich in Kiruna. Das ist die nördlichste Schwedische Stadt. Sie liegt im Polarkreis und es gibt dort im Winter kaum Tageslicht. ( als ich da war, hatten wir -35 Grad und 1,5 Stunden Tageslicht)
Ich habe eine Hundeschlittentour über die gefrohrenen Seen gemacht.
Hier noch masl die Hunde, die waren so süß. Und sind auch erstaunlich schnell.
Am Polarkreis gibt es ein Eishotel. Das war wirklich eine tolle Erfahrung ein ganzez Hotel + Kirche aus Eis zu sehen. Man kann sogar dort Heiraten.
Diese Bilder sind leider nicht so gut geworden aber Ihr könnt bestimmt erkennen was das sein soll?!!
Ja, genau! Ich habe Polarlichter gesehen, das war wirklich das schönste was ich je gesehen habe.
Hier ist noch eins bei der Hundeschlittentour auf einem gefrohrenen See.
Der Hafen von Göteborg. Ich finde der sieht wie der Hafen hier in Deutschland aus wo ich wohne. Villeicht fühlte ich mich deshalb so wohl dort :)
Villeicht habt Ihr sowas schon mal gesehen? Das ist das typisch schwedische tunnbröd.
Dieses Bild gehört zu meinen Lieblingsbildern, da war ich auf einer Halbinsel und es wir wirklich sehr kalt. Dafür ist das Meer an den Steinen gefrohren und das siehr wunderschön aus.
| Hier noch einmal |
Das sind die Ales stenar, die oben auf dem Schild angekündigt wurden. Die steine sind in "Schiffsform" aufgestellt und sind eine wahre Touristenaktraktion.
Wieder eine fika mit meinem Freund in einem urigen Bauernhaus. In schweden kann man in vielen Bauernhofen Kaffetrinken für wenig Geld.
Hier bin ich auf dem Weg zum public viewing in Malmö zum Eurovision Song Contest (ESC) der war letztes Jahr in Schweden und dann musste ich da natürlich hin.
Das war meine Uni und quasi daneben habe ich gewohnt.
Die kennt Ihr bestimmt. Das ist die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen. Ein Foto mit Ihr zu machen ist wirklich schwer. Denn es rollen im minutentackt große Reisebusse mit Chinesen und Japanern an darum muss man schnell sein.
Das ist in einem Typischen Schwedischen Park in Stokholm Skansen. In Schweden gibt es in vielen größeren Städten einen "Park" mit alten Häusern. Da kann man sehen wie man vor 100 Jahren in Schweden gelebt hat.
Davon habt Ihr bestimmt schon mal gehört. Das ist das Lucia Fest in der Kirche. In der Weihnachtszeit wird ein Mädchen ( meistens blond) ausgewählt und sie ist dann die Lucia. Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, bekommt sie einen Kerzenkranz auf den Kopf. Ich finde es sieht sehr schön aus.
In meinem kleinen Urlaub auf Öland ( Insel im Osten Schwedens) habe ich erst mal gedacht ich wäre in Holland gelandet, da es überall Windmühlen gab.
Ein Wrack, dass schon über 100 Jahre alt ist und immer noch am Strand von Öland liegt.
Das war im Nationalpark an der Ostseeküste. Auch nicht weit von meiner Gastfamilie entfernt.
In der Nähe des Ferienhauses meiner Eltern steht dieser Ruhnstein. Martin und ich sind nach meinem Jahr zusammen noch einen Monat durch Schweden gereist.
Das ist bei Gräna in einer Ruine. Man kann so schön aufs Land runter schauen. Außerdem kommen die Zuckerstangen her. Man kann richtig zuschauen wie sie die Zuckerstangen "rollen".
Wieder diese schönen Holzhäuser in Kalmar.
Ein typisches Weihnachtsgebäck aus Safran in Schweden. Die habe ich mit meinen Gastkindern gebacken.
| Das war in Finnland |
Jeden Frühling ist in Schweden die Hölle los. Denn dann machen die Schweden zozusagen Ihr Abitur. Dann folgt eine Woche ausnahmezustand. Erst verkleiden sie sich, am nächsten Tag fahren sie mit Treckeranhängern durch die Stadt und tragen dabei weiße Kleidung und diese Mützen die Ihr auf dem Foto seht. Danach folgt noch ein Ball und ein Fest zu hause.
Das ist am Göterkanal, ich fand es war total toll den Schiffchen dabei zu zu schauen wie sie durch die sieben Schleusen fahren.
An Midsommar (Mittsommer) steht Schweden still, alle feiern zusammen. Ich war mit meiner Gastfamilie bei Freunden eingeladen. Meine Freundin Anna hat mich auch noch besucht. An midsommar trägt man geflochtene Blumenkränze und weiße Kleider.
Hier sind wir noch mal an der midsommarstange. Da tanzen alle herum. Es sieht wirklich toll aus. Auf dem Bild habe ich richtig Sommersprossen :)
Seht Ihr die kleinen Fischerhütten im Hintergrund? Die gibt es in vielen Häfen. Dort wurden früher die Fischernetzt aufbewahrt.
| Ein Leuchtturm auf einer Insel. |
In Göteborg gibt es die größten Zimtschnecken Schwedens. Hmmmm super lecker.
Der Midsommar Baum wird afgestellt und vorher schmücken die Frauen und Kinder den Baum mit Blumen. Meine Gastkinder waren begeistert.
Ich hoffe es waren nicht zu viele Bilder. Aber ich konnte mich nicht entscheiden was ich Euch zeige.
Lasst mir gerne ein Kommentar da.
Wenn Ihr noch Fragen habt, dann schreibt mir einfach.
Liebe Grüße, Sarah








